Die heutige Zeit ist für viele Menschen von Hektik und Stress geprägt, beginnend beim Leistungsdruck in der Schule oder auf Arbeit über das Chaos im Straßenverkehr bis hin zu Ärger und Problemen in der Familie oder mit Nachbarn. Da nur noch wenige Menschen Zeit haben, wollen sie alle Probleme möglichst sofort lösen. Diese Einstellung überträgt sich leider auch auf die Medizin. Bei den kleinsten gesundheitlichen Beschwerden greifen Patienten gleich zu starken chemischen Mitteln, die zwar die momentanen Symptome lindern, gleichzeitig aber Nebenwirkungen aufweisen, die manchmal schlimmer als die ursprünglichen Beschwerden sein können. Es geht aber auch anders.
Anstatt immer gleich die “chemische Keule” der klassischen Arzneimittel einzusetzen, besinnen sich glücklicherweise mehr und mehr Menschen wieder auf Heilmittel auf der Basis pflanzlicher Wirkstoffe. Solche Hausmittel sind alles andere als altmodisch und unpraktisch, im Gegenteil. Ihre heilende Wirkung ist schon seit vielen Jahrhunderten bewährt und bewiesen. Sie wirken sanft und ohne Nebenwirkungen, auch bei längerem Gebrauch und eigenen sich daher auch für sensible Personengruppen wie Kleinkinder oder Schwangere. Dazu kommt noch, dass es sich zum großen Teil um normale Lebensmittel handelt, die fast jeder sowieso im Haus bzw. der Küche hat. Ein weiterer Vorteil in der Zeit der ständig steigenden Arzneikosten und wachsenden Zuzahlungen besteht darin, dass pflanzliche Wirkstoffe preisgünstig sind. Einige der bewährten Hausmittel sind beispielsweise Gewürznelken, die zerkaut gegen Zahnschmerzen helfen. Damit kann man unter Umständen ein Wochenende überbrücken und erspart sich den Weg zum Notdienst, bis am Montag der eigene Zahnarzt die Behandlung beginnen kann. Ein anderes bewährtes Hausmittel ist ordinäres Kochsalz. Bei einem Insektenstich in die Zunge sollte man sofort Salz auf die Zunge geben. Das verhindert, dass sie anschwillt und kann eventuell sogar einem Erstickungsanfall vorbeugen. Kamillentee ist nicht nur gut gegen Erkältungen, Kamille äußerlich angewandt beschleunigt das Abheilen kleinerer Verletzungen. Tee aus Fenchelsamen ist ein bewährtes Mittel gegen Verdauungsstörungen. Dasselbe trifft auch auf Pfefferminztee zu. Letzterer wirkt zudem als Beruhigungsmittel gegen Einschlafstörungen. Auch eine Tasse heiße Milch mit Honig haben sich dagegen bestens bewährt. Die Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.
Idealerweise ergänzen sich Hausmittel und klassische Arzneimittel. Letztere sind ideal bei akuten Beschwerden wie schweren bakteriellen Infektionen, hohes Fieber oder starke Schmerzen geeignet. Hausmittel dagegen eigenen sich am besten für die Behandlung kleinerer Probleme oder zur Überbrückung bis qualifizierte medizinische Behandlung möglich ist. Wenn man aber auf eine gesunde Lebensweise wie Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene Ernährung achtet, treten viele Beschwerden erst gar nicht auf.











